EvANtiPain
Ein Projekt für Menschen mit krebsbedingten Schmerzen

Pflegerische Unterstützung von Patientinnen und Patienten beim Selbstmanagement von krebsbedingten Schmerzen

In Zusammenarbeit mit:
Allgemeines Krankenhaus Wien

Wilhelminenspital

Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel

Universitätsklinikum Halle, Deutschland
Universität Lausanne, Schweiz

Projektbeschreibung

Hintergrund: Viele Patientinnen und Patienten erleben irgendwann im Laufe ihrer Krebserkrankung Schmerzen. Ärzte verschreiben dann häufig Schmerzmedikamente. Für Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen ist jedoch der Einsatz von Schmerzmedikamenten im Alltag vielleicht nicht so einfach. Zahlreiche Fragen wie "Werde ich nicht abhängig von starken Schmerzmedikamenten" oder "Was werden meine Freunde und Bekannte bloß denken, wenn ich sage, dass ich jetzt regelmäßig Schmerzmittel nehmen muss" bleiben häufig unbeantwortet. Außerdem wirft die Umsetzung des Schmerzmanagements im Alltag häufig ganz praktische Fragen auf: "Wann nehme ich meine Schmerzmedikamente am besten?" oder "Wie sieht es mit Nebenwirkungen der Medikamente aus?". Im Projekt EvANtiPain greifen wir Ihre Sorgen und Ängste auf. 

Das Projekt: In einigen Krankenhäusern in Wien (z.B. dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien [AKH]) werden auf benannten Stationen Pflegende nach und nach gezielt geschult, Patientinnen und Patienten zu beraten, die mit ihren krebsbedingten Schmerzen zu Hause zurechtkommen müssen. Hierbei verschreiben die Ärzte wie immer die Schmerzmedikamente. Die Pflegenden gehen dann in einem zusätzlichen Gesprächsangebot im Detail auf individuelle Fragen ein, helfen bei der Umsetzung der Schmerztherapie nach der Entlassung und geben gezielte Informationen zu den verschriebenen Medikamenten und zu alternativen Methoden zur Schmerzlinderung. Diese Beratung beginnt bereits beim stationären Aufenthalt, wird aber auch nach der Entlassung per Telefon nach Möglichkeit so lange weitergeführt, bis die Patientin oder der Patient sich sicher genug fühlt.  

Die Studie: Pflegende werden in benannten Bereichen der teilnehmenden Krankenhäuser nach und nach geschult. Während des Projekts werden alle betroffenen Patientinnen und Patienten gebeten, Fragebogen zu ihrem Befinden (Einschränkungen durch Schmerzen, Schmerzstärke, Stimmung, usw.) auszufüllen. Die Ergebnisse der Fragebogen werden dann quer über die gesamten Bereiche vor und nach der Einführung verglichen (Stepped-Wedge-Design).

Ethische Aspekte: Die Studie wurde der Ethikkommission der Meduni Wien zur Begutachtung und Genehmigung vorgelegt. Die Studie ist bei clinicaltrials.gov registriert.

Wir bedanken uns schon jetzt sehr bei den teilnehmenden Patientinnen und Patienten sowie bei allen Pflegenden und beteiligten Berufsgruppen für Ihre Unterstützung.